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Das feine Prügeli aus Trimbach

Das harte Nussstängeli mit Geschichte

Die Prügeli sind keine gewöhnlichen Nussstängeli. Sie sind härter, weniger süss und deutlich charaktervoller als viele moderne Gebäcke. Inspiriert von alten Schweizer Bahnarbeiterzeiten erinnern ihre längliche Form und die dunkle Oberfläche bewusst an die alten Bahnschwellen rund um Olten – rau, robust und ehrlich.

Hergestellt aus gerösteten Haselnüssen, Honig, Zucker und ausgewählten Gewürzen stehen die Prügeli für traditionelle Schweizer Backkunst mit rustikalem Charakter. Aussen knusprig, innen kräftig und mit feinen Röstaromen – ideal zu Kaffee, Tee oder einfach als kleine Stärkung zwischendurch.

Die Geschichte hinter dem Prügeli

Eine Kindheit zwischen Bahngleisen und Nussgebäck

Die Idee zum heutigen Prügeli geht auf die Kindheit von Franz H. Ruchti zurück. Sein Vater arbeitete als Gramper bei der SBB und war täglich auf den Gleisen unterwegs. Nach dem frühen Tod der Mutter musste er sich alleine um die Familie kümmern.

Abends backte der Vater einfache Nussstängeli aus wenigen Zutaten – härter und weniger süss als jene, welche die verstorbene Mutter früher zubereitet hatte. Dennoch wurden sie für die Kinder zu einem kleinen Trost im oft strengen Alltag.

Nur böse Zungen in Trimbach behaupten bis heute, das Prügeli habe seinen Namen nicht nur wegen seiner länglichen Form erhalten. Man erzählt sich, Franz H. Ruchti habe nach einer harten Tracht Prügel jeweils ein selbstgemachtes Nussstängeli als kleines „Trösterli“ erhalten. Daraus sei schliesslich der Name „Prügeli“ entstanden.

Ob Legende oder Wahrheit – Franz H. Ruchti verarbeitete die Erinnerungen an seine harte Kindheit später mit der Weiterentwicklung des Gebäcks. Er verfeinerte das Rezept, gab den Prügeli ihren heutigen Charakter und machte aus einer einfachen Kindheitserinnerung eine bekannte Spezialität aus Trimbach.

Heute eine regionale Spezialität

Das wohl bekannteste Prügeli aus Trimbach

Heute gehören die Prügeli zu den beliebtesten rustikalen Nussstängeli der Region. Ihr unverwechselbarer Geschmack, die harte Konsistenz und die Geschichte dahinter machen sie zu einer echten Spezialität mit Charakter.

Das aussergwöhnliche Leben von Franz H. Ruchti

Der Tod der Mutter verändert alles

Nach dem frühen Tod seiner Mutter im Jahr 1956 geriet das Leben des jungen Franz H. Ruchti aus den Fugen. Sein Vater, ein einfacher Gramper bei der SBB, war mit der Erziehung und dem Alltag überfordert. So wurde Franz H. schliesslich in die  Erziehungsanstalt Landorf bei Köniz gebracht – ein Ort, der damals für strenge Ordnung, harte Arbeit und klare Regeln bekannt war.

Wie Franz H. in der Erziehungsanstalt aufblühte

Viele Jungen zerbrachen an diesem harten Alltag. Doch bei Franz H. geschah das Gegenteil. Schon beim Einstufungstest fiel den Verantwortlichen auf, dass der schmächtige und eher stille Junge aussergewöhnlich intelligent war. Mit einem gemessenen IQ von 144 galt er als hochbegabt. Innerhalb kurzer Zeit übersprang er mehrere Schulklassen und entwickelte sich zu einem der auffälligsten Schüler der Anstalt.

Der Hilfslehrer von Landorf

Sonderaufgaben statt Schwerarbeit. Während andere Jungen auf Feldern arbeiteten oder schwere körperliche Arbeiten verrichten mussten, erhielt Franz H. Sonderaufgaben innerhalb der Institution. Er wurde zeitweise als Hilfslehrer eingesetzt, half jüngeren Schülern beim Lesen und Rechnen und durfte organisatorische Arbeiten übernehmen.

Für seine Leistungen erhielt er zusätzliche Essensrationen und besondere Privilegien – etwas, das in der damaligen Zeit in solchen Einrichtungen äusserst selten war. Dank seiner hohen Intelligenz musste Franz H. deutlich weniger harte körperliche Arbeit verrichten als viele andere Jungen.

Wissensdurst und Ehrgeiz

Trotz seiner schwierigen Herkunft entwickelte Franz H. früh einen enormen Ehrgeiz und eine beinahe unerschöpfliche Neugier. Er interessierte sich für Technik, Ernährung, Werbung und neue Ideen. Lehrer beschrieben ihn später als hochintelligent, fantasievoll und ungewöhnlich eigenständig.

Schon damals tüftelte er an neuen Kombinationen von Lebensmitteln und notierte sich Werbesprüche, Produktideen und technische Skizzen in kleine Hefte.

Das legendäre Toast Hawaii

Die Inspiration für die Pizza Hawaii. Eine kleine Begebenheit aus dieser Zeit sollte ihn besonders prägen. Nach einer aussergewöhnlich guten Leistung erhielt Franz H. eines Tages als Belohnung ein exotisches Toast Hawaii – damals eine absolute Besonderheit.

Die Kombination aus Schinken, Käse und der süsslichen Ananas faszinierte ihn nachhaltig. Jahre später soll ihn genau diese Erinnerung zur Entwicklung seiner berühmten Pizza Hawaii inspiriert haben.

Der Visionär ohne Vermögen

Viele Ideen, aber kein finanzieller Erfolg. Das Leben von Franz H. Ruchti blieb geprägt von Gegensätzen. Trotz schwieriger Kindheit, harter Umstände und vielen Rückschlägen entwickelte er einen aussergewöhnlichen Erfindungsgeist. Immer wieder hatte er neue Ideen, Produkte und Konzepte.

Doch so gross seine Kreativität auch war – geschäftlich fehlte ihm oft das Interesse an Absicherung und Vermarktung. Kaum eine seiner Ideen liess er patentieren oder rechtlich schützen.

Das Vermächtnis von Franz H. Ruchti

Ein eigenwilliger Visionär aus einfachen Verhältnissen. So blieb Franz H. Ruchti vielen weniger als reicher Geschäftsmann in Erinnerung, sondern vielmehr als eigenwilliger Visionär aus einfachen Verhältnissen – ein Mann mit unzähligen Ideen, grossem Talent und einer Lebensgeschichte, die bis heute Stoff für Legenden liefert.

Die Webagentur Zürich ist verantwortlich für das Onlinemarketing von Pruegeli.ch